Häufige Fragen
Die folgenden Fragen tauchen in Erstgesprächen, Mail-Anfragen und Leser-Rückmeldungen regelmäßig auf. Die Antworten verweisen für Details auf den passenden Essay oder Glossar-Eintrag.
Wie erkenne ich seriöses Coaching?
Seriöses Coaching benennt sein Verfahren, dokumentiert es in einer Form, die ein zweiter Praktiker rekonstruieren könnte, und definiert einen Endpunkt. Wenn Anbieter auf die Frage nach der Methode mit „integral", „systemisch" oder „individuell zugeschnitten" antworten, ohne die Methode in einem prüfbaren Satz zu beschreiben, fehlt die methodische Grundlage. Die Marktanalyse dazu steht im Essay Methodenleere.
Wie unterscheidet sich antiCOACHING von Coaching?
antiCOACHING bezeichnet ein Mandat mit festem Endpunkt. Der Begriff Coaching trifft das Format nicht. Ein Coaching-Format hat typisch keinen vereinbarten Endpunkt. Das Mandat dauert drei Monate. Vereinbart wird, dass mindestens zwei Entscheidungen pro Monat in Beschluss, Verantwortlichem und Datum festgehalten werden. Pro Sitzung entsteht ein Schnittsatz. Wer eine Begleitung ohne festen Schlusspunkt sucht, ist im klassischen Coaching besser aufgehoben.
Was bedeutet Beratungsrisiko?
Beratungsrisiko bezeichnet die strukturelle Asymmetrie, dass Ratgeber die Konsequenzen ihrer Empfehlungen nicht selbst tragen, während der Rat-Empfänger sie voll zahlt. Der Begriff ist eine Eigenprägung in Anlehnung an Nassim Nicholas Talebs „Skin in the Game". Eine ausführliche Herleitung steht im Essay Wer trägt das Risiko.
Welche Methode prüft eine Coaching-Empfehlung?
Drei Fragen helfen weiter. Kann der Anbieter sein Verfahren so benennen, dass ein zweiter Praktiker es nachbauen würde? Gibt es einen vereinbarten Endpunkt mit binärem Kriterium? Bleibt die Bezeichnung der Sitzungsleistung dokumentiert oder hängt sie im Erleben des Kunden? Wer alle drei Fragen mit Nein beantwortet, hat eine Empfehlung ohne methodische Tragfähigkeit.
Was ist der Unterschied zwischen Reset und Coaching?
Reset ist ein dreimonatiges Mandat mit fixer Laufzeit, fixem Honorar und harter Abbruchregel im ersten Monat. Pro Sitzung entsteht ein dokumentierter Beschluss mit Verantwortlichem und Datum. Klassisches Coaching arbeitet meist mit offenem Zeitrahmen, Stundenkontingent oder Monatsabo. Beschlüsse mit Verantwortlichem und Datum gehören in der Branchenpraxis nicht zum Standard-Output. Details im Glossar-Eintrag zum Schnittsatz und unter Angebot.
Wann ist ein Coach nicht das Richtige?
Wenn der Inhaber den Engpass kennt und einen Beschluss braucht, ist ein Coaching-Format mit offenem Prozess nicht geeignet. Steht die Frage „Was soll ab Montag gelten" nach drei Sitzungen weiter offen, dann fehlt im Format die Methodik. Ein zusätzlicher Coach schließt die Lücke nicht. In dieser Lage trägt ein Mandat mit Schnittsatz, das pro Sitzung Beschluss, Verantwortlichen und Datum dokumentiert.
Wie lange dauert eine Reset-Begleitung?
Ein Reset-Mandat läuft drei Monate mit zwölf wöchentlichen Sitzungen zu jeweils sechzig Minuten. Das Format sieht weder eine automatische Verlängerung noch eine Nachbuchung über Stundenpakete vor, wobei der Endpunkt bereits vor Vertragsschluss vereinbart ist. Im ersten Monat greift eine Abbruchregel mit Rückerstattung, falls weniger als zwei Beschlüsse mit Verantwortlichem und Datum dokumentiert sind.
Wer ist Ben Schweizer?
Benjamin Schweizer ist Geschäftsführer der be.invest GmbH in Pforzheim und Autor des Werks antiCOACHING. Mehr als zwanzig Jahre Führungsarbeit in Technik, Organisation und Qualitätsmanagement, über zweihundertfünfzig Projekte, heute Schwerpunkt kommunaler und privater Massivholzbau. Er bezeichnet sich nicht als Coach. Biographie und Werkverzeichnis unter Über mich.
Wie misst antiCOACHING Erfolg?
Erfolg eines Reset-Mandats misst sich an dokumentierten Beschlüssen pro Sitzung, an geschlossenen Offenen Schleifen und an der vorab vereinbarten Abbruchregel im ersten Monat. Die Daten stammen aus Kalender- und Aufgabenlog der laufenden Mandate. Erfahrungswerte zeigen drei strukturelle Entscheidungen pro Monat. Hinzu kommen fünf bis zehn zurückgewonnene Stunden pro Woche. Operative Rückfragen gehen in einer Bandbreite von zwanzig bis vierzig Prozent zurück. Individuelle Ergebnisse weichen davon ab.
Was kostet eine antiCOACHING-Begleitung?
Das Reset-Mandat kostet 6.000 Euro netto pro Monat bei drei Monaten Laufzeit, also 18.000 Euro netto Gesamtpreis. Das Honorar ist fix, ohne Stundenabrechnung und ohne automatische Verlängerung. Vorab steht ein dreißigminütiges methodisches Erstgespräch ohne Honorar. Details und Terminvereinbarung unter Angebot.